kre|H|tiv Brücken bauen

Hintergrund:
Derzeit leben über 2.800 Flüchtlinge in den städtischen Unterkünften Hannovers, pro Monat kommen rund 300 weitere Flüchtlinge dazu. (Stand Juli 2015)

Die daraus resultierende Flüchtlingsdebatte, die zurzeit täglich Medien und Öffentlichkeit in Deutschland beschäftigt, legt ihren Schwerpunkt noch immer viel zu sehr auf den Aspekt der „Problematik“.

 

Welcome_Home_Unterzeile

 

Ein positiver Zugang versteht die Tatsache, dass uns Menschen aus den verschiedensten
Kulturkreisen erreichen, eher als Bereicherung. Frei nach dem Motto “Welcome H|♥|ME” soll sich Hannover demnach neben ihren Bewohnern auch zu ihren Besuchern bekennen.

Um diese allerdings tatsächlich erlebbar zu machen, braucht es ein aktives Aufeinander-Zugehen.

Gefragt sind Dialog, Austausch und Kooperation.

Genau an dieser Stelle möchten wir ansetzen.

  • MUPA

Am 15. Juli 2015 fand die erste Veranstaltung im Rahmen unseres großen Sommerfests im Atelier krAss UnARTig zum Thema “kre|H|tiv Brücken bauen” statt.

Nach dem Prinzip der 6-minütigen Vorstellung präsentierten sich

  • Mohsen Rashidkhan & Flüchtlingschor

Das renommierte Mitglied des Chors der Staatsoper Hannover, Mohsen Rashidkhan, ermöglicht gemeinsames Musizieren innerhalb eines Flüchtlingschores Hannover.

  • Sabine Hartmann mit dem Projekt “MUPA” der Bürgerstiftung Hannover

Das Projekt „Musikpatenschaften – MUPA“ wird um ein „ff“ erweitert. In der Musikwelt bedeutet dies fortissimo, also stärker und lauter. Zukünftig sollen die Musikpatenschaften den Flüchtlingen in Hannover zu Gute kommen.

  • Stephan Sasse mit dem Projekt “Künste ohne Grenzen”

Mit »Künste-ohne-Grenzen« widmet Begegnung-der-Künste e. V. einen Teil seiner kulturellen Arbeit 2015 den Flüchtlingen vor Ort. 

  • Nico Herzog von Fokuspokus & Nader Ismail

Fokuspokus unterstützt den syrischen Flüchtling Nader Ismail bei der Weiterentwicklung seiner fotografischen Fähigkeiten.

  • Parisa Hussein-Nejad mit dem Theaterprojekt “How I met my neighbour” (kommentierte Videoaufzeichnung)

15 Jugendliche zwischen 15 und 22 Jahren, davon 9 Flüchtlinge und 6 SchülerInnen machen zusammen Theater!

Zum Abschluss des Abends spielte die Band des Refugee Protest Camp am Weißekreuzplatz, “S. P. Music“.

Wir bedanken uns bei allen Vortragenden und unserem Moderatorenteam Vroni Kiefer und Thommi Baake für diesen spannenden, emotionalen und informativen Abend.

Ein großes Dankeschön geht außerdem an Schirmherr Harald Härke, Personal- und Organisationsdezernent der Stadt Hannover.

Nicht zu vergessen: Vielen Dank an Sichtfeld Medien für die mediale Begleitung der Veranstaltung und Vater Tontechnik, auf die wir uns bei jeder ver|1|meierei verlassen können.

Ausblick:

Wir wollen Impulse setzen und dazu animieren, neue Angebote zu schaffen, wie beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Proberäumen, Patenschaften von Netzwerkmitgliedern oder Einladungen von hannoverschen Musikschulen zu gemeinsamen Musik-Sessions.

Es freut uns sehr, dass es bereits kurz nach unserer Auftaktveranstaltung zu “kreHtiv Brücken bauen” neue Kontakte zwischen Netzwerkmitgliedern und Referenten gibt. Wir werden in Zukunft weiterhin über die Entwicklung der Projekte berichten und hoffen, dass die Brücken immer weiter reichen und immer stabiler werden.  Bei Facebook gibt es die Auswertungen von unserer lebendigen Austauschplattform “Brett Pritt”.

Du hast eine gute Idee und möchtest dich einbringen? Schreib uns eine Mail an info@kre-h-tiv.net